Diese 6 WordPress-Plugins treiben den digitalen Frugalisten an

Diese Webseite wird von WordPress angetrieben. Und auch hier ist weniger mehr. Ich verzichte bewusst auf viel Tamtam. Nutze nur das Nötigste. Das führt zu einer guten Performance. Die Seite ist schnell geladen. Kein Warten. Wo ist nur die Geduld geblieben?

WordPress ist weit verbreitet und wird längst nicht mehr nur als Blogging-Software genutzt. Es werden Nischenseiten und Firmenauftritte damit umgesetzt. Das macht das CMS jedoch auch umfangreich, mächtig und schwerfällig. Es kann viel, in vielen Fällen bleibt ein Grossteil der Funktionen ungenutzt. Und wer nicht darauf achtet, installiert unnötig viele Plugins, die dazu führen, dass die Seite immer langsamer wird.

Manche Plugins helfen zwar dabei, WordPress schneller zu machen, aber erneut: Weniger ist auch hier mehr. Manche Plugins schlagen doch sehr auf die Ladezeit. Und wer wartet schon gerne?

Es kommt stark auf die Bedürfnisse an. Was brauchst Du für Funktionen? Vieles lässt sich heute mit einem WordPress-Plugin umsetzen. Die Frage ist dann aber, ob das überhaupt nötig ist. Mit meinem Informatik-Hintergrund kann ich selbst Hand anlegen und muss nicht immer gleich ein Plugin installieren. Für Leute, die nur schreiben und keinen solchen Hintergrund haben, muss dann halt doch ein Plugin herhalten. Behalte jedoch immer die Kosten und den Nutzen im Hinterkopf.

Hinweis: Ich will hier nichts verkaufen, ich nutze alle Plugins in der kostenlosen Variante, insofern es eine kostenpflichtige gibt.

1. BackWPup – Backup-Plugin

Das A und O für jede Seite im Netz: Backups. Nichts ist schlimmer, als wenn Du Stunden in Deine WordPress-Seite investiert hast und sie dann aus unerklärlichen Gründen nicht mehr funktioniert. Auch wenn ich bisher noch nie ein Backup gebraucht habe, beruhigt es mein Gemüt, zu wissen, dass ich ein Backup habe, falls es notwendig wäre.

Wichtig war mir, nach der Wahl des Backup-Plugins, auszuprobieren, ob die Backups auch zu gebrauchen sind. Denn was bringt mir ein Backup, das ich nicht nutzen kann? Weiterhin war mir wichtig, dass ich das Backup irgendwo in der Cloud speichern kann.
BackWPup hat diese beiden Anforderungen erfüllt.

Ich habe zwei Backup-Pläne eingerichtet. Ein tägliches Backup der Datenbank und ein wöchentliches Backup der kompletten WordPress-Installation. Diese Backups werden in der Nacht ausgeführt und zu Dropbox hochgeladen. Falls es Fehler gibt, erhalte ich eine E-Mail.

Leider ist ein Backup nach Google Drive nur in der Pro-Version enthalten. Das hat mich zuerst etwas geärgert, da ich alle meine Dateien bei Google Drive habe. Heute glaube ich, dass es ganz gut ist, nicht alles beim gleichen Anbieter zu haben. So nutze ich Dropbox nur für die WordPress-Backups. Dafür sind die kostenlosen 2 GB auch vollkommen ausreichend.

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2. «Cache Enabler» – Cache-Plugin

Unglaublich aber wahr, das einzige Plugin, dass ich zur Performancesteigerung des Blogs nutze. Es gibt unzählige Cache-Plugins und vermutlich noch mehr, für andere Optimierungen an WordPress. Ich habe mit «Cache Enabler» die besten Resultate erzielt.

Dieses Plugin macht, was es verspricht. Es speichert die Seiten des Blogs als statische Datei auf dem Server ab und liefert diese aus. Es gibt kaum Einstellungen, ist schlicht und einfach gehalten.

Bei der Performance-Optimierung von WordPress wird oft viel zu viel gemacht. Es wird ein CDN eingesetzt, Cloudflare davor gestellt etc. pp. Alles überflüssig. In vielen Fällen bewirken solche Massnahmen sogar das Gegenteil. Natürlich kommt es immer auch auf die Besucherzahlen drauf an, und je nach Situation sind andere Schritte zu gehen.

Da ich etwas Ahnung von der Materie habe, optimiere ich bereits beim Server und mit einzelnen PHP-Snippets, die ich mit dem Plugin «Code Snippets» ganz einfach in den Blog einfüge:

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3. «Code Snippets» – Snippets-Plugin

Neben dem oben aufgeführten Cache-Plugin, hole ich mit einzelnen PHP-Snippets noch mehr Performance aus WordPress heraus. Diese Snippets kann ich ganz einfach mit dem «Code Snippets»-Plugin in den WordPress-Code einfügen.

Im Grunde ersetzt dieses Plugin die functions.php Datei. Früher mussten die PHP-Snippets noch da hinein. Der Vorteil dieses Plugins ist, dass ich auswählen kann, ob ein PHP-Snippet im Frontend, Backend oder in beiden ausgeführt werden soll. Ich kann einzelne Snippets aktivieren oder deaktivieren. Ist ein Fehler im Code, werde ich darauf hingewiesen und das Snippet wird automatisch deaktiviert. Das sorgt dafür, dass mein Blog erreichbar bleibt, auch wenn ich mal Mist baue beim Programmieren.

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4. «Simple CSS» – CSS-Plugin

Ein kurzer Exkurs: Vereinfacht gesagt, wird CSS genutzt, um Webseiten zu gestalten. Jede Seite im Internet ist mit CSS «schön gemacht». Dieses Plugin lässt mich CSS zum Blog hinzufügen.

Die drei Dinge, die ich am Plugin schätze:

  • Es gibt eine Live-Vorschau; ich sehe also direkt, was meine Änderungen bewirken (Wäre auch mit Google Inspector möglich).
  • Der Editor hebt farblich hervor, ob ein Ausdruck richtig ist.
  • Ich kann CSS bei einzelnen Seiten hinzufügen, das dann nur dort eingebunden wird. Bessere Performance.

Es macht also genau das, was es verspricht: Es fügt CSS ein. Und dabei werde ich noch auf angenehme Weise unterstützt.

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5. «Subscribe to Comments Reloaded» – Kommentar-Plugin

Dieses Plugin ist ziemlich mächtig. Es gibt Kommentatoren die Möglichkeit, weitere Kommentare zu abonnieren. Gibt es einen neuen Kommentar zu einem abonnierten Artikel, wird eine E-Mail versendet, mit dem Hinweis, dass es einen neuen Kommentar gibt.

Am Anfang gibt es einiges einzustellen. Die einzelnen Texte der E-Mails und auch der Verwaltungsseite lassen sich alle komplett anpassen.

Ein Problem, dass sich mir gestellt hat, war die Zustellung der E-Mails. Die war nicht gegeben. Die E-Mails sind fast immer im Spam gelandet. Das liegt daran, dass die WordPress interne Funktion genutzt wird, um E-Mails zu versenden. Leider wird diese oft für Spam missbraucht, weswegen viele E-Mail-Programme diese direkt, meist zurecht, in den Spam schieben. Die Lösung war dann das letzte Plugin in dieser Liste.

Zur Zeit werden bei mir E-Mails verschickt, sobald ein neuer Kommentar zum Artikel geschrieben wird. Mir wäre lieber, wenn nur E-Mails verschickt werden, falls auf den eigenen Kommentar geantwortet wird. Das wäre ein Verbesserungsvorschlag, auf den der Autor des Plugins auch bereits eingegangen ist. Er baut es in eine der kommenden Versionen ein.

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6. «WP Mail SMTP» – E-Mail-Plugin

Dieses E-Mail-Plugin ist eine Nebenerscheinung des «Subscribe to Comments Reloaded»-Plugins. Die versendeten E-Mails von WordPress landen gerne mal im Spam, da diese auch oft dazu missbraucht werden. Deswegen habe ich kurzerhand zu diesem Plugin gegriffen.

Es versendet E-Mails nun über hallo@frugalist.io via SMTP, verschlüsselt mit TLS und abgesichert mit einem Benutzernamen und Passwort. Ich hoffe die E-Mails sind nun zustellbar. Teste sie unten.

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Mini-Fazit

Ich bin zufrieden mit der Wahl der Plugins. Ich mag es, dass ich nur ganz wenige Plugins nutze. Die Performance ist super mit dem einen Caching-Plugin. Kurz habe ich mir sogar überlegt, die Kommentare ganz abzuschalten, denn die sind für zwei Plugins verantwortlich. Aber da ist mir der Austausch dann doch zu wichtig.

PS: Falls Du einen Blog hast, wie viele Plugins laufen bei Dir?

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