Mit dem Flow gehen funktioniert nicht

Zumindest tut es das für mich nicht. Lass mich das erklären.

Vor ein paar Tagen habe ich mich in den «Entschleunigungs-Modus» versetzt. Die Idee ist grandios. Wer möchte nicht den Stress im Alltag loswerden, unnötigen Ballast abwerfen und einfach mit dem Flow gehen?

  • Zu essen, wenn ich hungrig bin.
  • Zu trinken, wenn ich durstig bin.
  • Zu schlafen, wenn ich müde bin.
  • Zu arbeiten, wenn mir danach ist.

Sobald ich mit dem Flow gehe, verliert mein Tag an Struktur. Mir ist klar geworden, dass ich Strukturen brauche. Diese sind nicht da um mich einzuschränken. Nein, sie geben mir sogar Freiheit.

Strukturen sparen Zeit und geben mir Ruhe. Solange ich an den Strukturen arbeite, diese hinterfrage und anpasse, sind sie etwas, worauf ich mich verlassen kann. Ich weiss, dass sie funktionieren. Ich kann mich auf sie verlassen, weil ich mir vorgängig Gedanken dazu gemacht habe.

Die letzten Tage habe ich wieder angefangen zu programmieren. Ich war im Flow. Aber ich habe weder geschlafen, noch gegessen, noch war ich an der frischen Luft. Das mag mal für einen Tag oder eine Nacht okay sein. Aber da hört es bei mir leider nicht auf.

Also anstatt zu entschleunigen, habe ich eigentlich genau das Gegenteil erreicht. Ich habe noch mehr gearbeitet und andere Dinge ausser Acht gelassen. Da fehlte definitiv die Balance. Es wird also Zeit, mir wieder ein paar Strukturen für meinen Alltag aufzustellen.

Wenn Du mit dem Flow gehst und das für Dich funktioniert: Go for it! Wir sind alle unterschiedlich. Probiere aus, lerne, passe an. Ich glaube das wird niemals aufhören. Das macht das Leben aber auch lebenswert.

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